Archive for November, 2009

Rückblick

Mittwoch, November 4th, 2009 | Gedichte | 1 Kommentar

In diesem Jahr verlor ich einen Freund.
Hier unterm Nußbaum sprachen wir uns aus.
Das Laub wird gelb; es wartet auf den Wind.
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Predigt ans Großstadtvolk

Mittwoch, November 4th, 2009 | Gedichte | Kommentare deaktiviert

Ja, die Großstadt macht klein.
Ich sehe mit erstickter Sehnsucht
durch tausend Menschendünste zur Sonne auf;
und selbst mein Vater, der sich zwischen den Riesen
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Orientalisches Potpourri

Mittwoch, November 4th, 2009 | Gedichte | 2 Kommentare

Gestern Nachmittag, meine braune Geliebte,
die du nach Ruhm begehrst vor allen Frauen
deines Volkes, saß ich in einem Treibhaus,
und von allen Palmen und andern Gewächsen
flogen mir neue Gedichte zu.
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Über Richard Dehmel

Der am 18.11.1863 in der Mark Brandenburg in Wendisch-Hermsdorf geborene und am 08.02.1920 in Hamburg-Blankensee verstorbene Richard Dehmel, mit bürgerlichem Namen Richard Fedor Leopold Dehmel, war Sohn eines Försters und so schon im zarten Alter naturwissenschaftlich interessiert.

Dieses Interesse verstärkte sich durch den Kontakt mit den in der Schule verbotenen Lehren Darwins. Nachdem er in Berlin und Leipzig schließlich 1887 sein Studium der Philosophie und Naturwissenschaften abschloss schrieb er neben seiner Anstellung als Sekretär beim Zentralverband Deutscher Privater Feuerversicherungen in Berlin erste Gedichte.

Es folgten 1889 die Hochzeit mit Paula Oppenheimer, die berufliche Flucht 1893 nach Hamburg zu seinem Freund Detlev von Liliencron und sein erstes Engagement 1895 als freier Schriftsteller durch die Mitbegründung der Kunstzeitschrift "Pan".

Weltbekannt wurde er duch sein gegen die Religion und Sitte verstoßendes Gedicht "Venus Consolatrix". Er förderte außerdem viele junge Talente wie Hofmannsthal, Rilke, Thomas Mann und Hesse.

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